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4 · Pädagogisches Rahmenkonzept
Vom Leitbild zum pädagogischen
Rahmenkonzept – unser Weg
Nach intensiver Arbeit an unserem Leit-
bild in den Jahren 2023 – 2024, folgte im
Frühjahr 2025 ein weiterer zukunftswei-
sender Schritt: Wir entwickelten ein fun-
diertes pädagogisches Rahmenkonzept.
Dieses erarbeitete Konzept gilt weniger als
zusätzliches Modul, sondern soll fortan die
zentrale Grundlage bilden für unsere päda-
gogische und soziale Arbeit in einer Gesell-
schaft, die sich rasant verändert. Es verbindet
unsere Werte und unser Menschenbild mit
den aktuellen Herausforderungen wie Digi -
talisierung, demografischem Wandel und
kultureller Vielfalt. Wir formen damit einen
klaren Orientierungsrahmen für alle Berei-
che der Stiftung – von der frühkindlichen
Bildung über Familienarbeit bis hin zur
Seniorenbegleitung. Unser Anspruch bleibt,
Menschen in allen Lebensphasen zu stär-
ken, Teilhabe zu ermöglichen und sie bei
einem selbstbestimmten Leben in einer
komplexen Welt zu unterstützen.
Lebenswirklichkeit von Kindern,
Familien und Senior:innen heute –
Herausforderungen und Ausgangslage
In der heutigen Gesellschaft sind Kinder,
Familien und zunehmend auch ältere Men-
schen mit einer Vielzahl von Veränderun-
gen und Herausforderungen konfrontiert,
die auch soziale und pädagogische Arbeit
vor neue Aufgaben stellt. Die zunehmende
Digitalisierung bringt eine Ambivalenz mit
sich, die sowohl Chancen als auch Risiken
birgt. Die soziale und pädagogische Arbeit
steht hier vor der Aufgabe, Kinder und
Jugendliche im Umgang mit digitalen Me-
dien zu begleiten, Medienkompetenz zu
fördern und gleichzeitig Schutzmechanis-
men zu entwickeln. Ebenso gilt es, auch
älteren Menschen Wege zur digitalen Teil-
habe zu eröffnen und somit potenzieller
Ausgrenzung vorzubeugen.
Der soziodemografische Wandel und die kul-
turelle Vielfalt in unserer Gesellschaft führen
dazu, dass alle Bereiche der Kathin ka-
Platzhoff-Stiftung mit immer heterogeneren
Gruppen arbeiten. Unterschiedliche und
sich stetig wandelnde Familiensysteme er-
fordern unsere flexible und individuelle
Herangehensweise, um Vereinbarkeit von
Beruf, Familie und familiärer Fürsorge zu
ermöglichen. Die Vielfalt an Werten, religi -
ösen Ansichten und Traditionen stellt die
Pädagogik und soziale Arbeit vor Heraus-
forderungen: Inklusion, Respekt und Akzep -
tanz zu fördern sowie Räume der Begegnung
zu schaffen.
Auch die Lebenswirklichkeit von Seni or:in -
nen verändert sich in diesen gesellschaft-
lichen Entwicklungen. Der demografische
Wandel lässt ältere Menschen einen immer
größeren Anteil an der Bevölkerung bilden
und wirkt mannigfaltig auf Familien und
Gesellschaft ein. Viele Seni or:innen bleiben
lange aktiv, gleichzeitig sind ältere Men-































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